Welcher griechische Honig ist besser als Manuka-Honig
Wissenschaftlich geprüft: Muss es immer teurer Manuka-Honig sein?
(Eine Analyse der Studie "The Total Phenolic Content and Antioxidant Activity of Nine Monofloral Honey Types")
In den letzten Jahren hat der neuseeländische Manuka-Honig einen riesigen Hype ausgelöst. Er gilt wegen seiner Inhaltsstoffe als das "Nonplusultra". Doch ist er wirklich so einzigartig? Oder können traditionelle griechische Honige mithalten?
Eine aktuelle wissenschaftliche Studie (veröffentlicht im Journal Applied Sciences) hat genau das untersucht. Die Forscher nahmen neun griechische Sortenhonige unter die Lupe und verglichen ihre "inneren Werte" – speziell die antioxidative Aktivität – mit denen des Manuka-Honigs.
Das Ziel der Studie
Die Wissenschaftler sammelten frische, unbehandelte Honige direkt von griechischen Imkern. Im Fokus standen dabei der Gehalt an Polyphenolen (sekundäre Pflanzenstoffe) und die antioxidative Kapazität. Diese Werte wurden anschließend mit der Farbe und der elektrischen Leitfähigkeit der Honige korreliert.
Das Ergebnis: Griechischer Honig überzeugt
Die Daten zeigen einen klaren Zusammenhang: Je dunkler der Honig, desto höher oft sein Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen. Besonders die dunklen griechischen Waldhonige (wie Eiche und Pinie) zeigten in der Analyse bemerkenswerte Werte bei den phenolischen Verbindungen und der antioxidativen Aktivität.
Das bedeutet für Sie: Sie müssen nicht zum extrem teuren Import-Honig aus Neuseeland greifen. Die griechische Natur bietet mit ihren dunklen Honigtau-Honigen (Eichenhonig, Pinienhonig) eine echte, kraftvolle Alternative, die direkt vor unserer europäischen Haustür liegt.
Fazit der Redaktion
Diese Studie bestätigt, was Imker in Griechenland schon lange wissen: Die unberührte Natur, die Wildkräuter und die traditionelle Gewinnung machen griechischen Honig zu einem Spitzenprodukt. Wer auf "innere Werte" achtet, sollte öfter zu den dunklen Sorten greifen.