Kein Honig für Kinder unter 12 Monaten
Säuglinge im ersten Lebensjahr dürfen keinen Honig erhalten — auch nicht zum Süßen von Brei oder Tee.
- Der Grund: Honig ist ein Rohprodukt und kann Sporen von Clostridium botulinum enthalten. Für Erwachsene und ältere Kinder sind diese Sporen völlig harmlos.
- Das Risiko: Da die Darmflora von Säuglingen noch nicht voll ausgereift ist, können diese Sporen dort auskeimen und im schlimmsten Fall zum sogenannten Säuglingsbotulismus führen — einer seltenen, aber ernstzunehmenden Erkrankung.
- Die Regel: Erst ab dem 1. Geburtstag ist Honig für Kinder unbedenklich.
Zucker & Zähne: Honig ist Zucker
Honig besteht zu großen Teilen aus Fruktose und Glukose — das macht ihn zu einem schnellen Energielieferanten, bedeutet aber auch: Honig ist Zucker und sollte entsprechend bewusst eingesetzt werden.
- Zahngesundheit: Wie jeder Zucker kann Honig Karies begünstigen, wenn er dauerhaft die Zähne umspült — zum Beispiel im Nuckelfläschchen oder wenn abends nach dem „Gute-Nacht-Löffel" nicht geputzt wird.
- Diabetes: Honig beeinflusst den Blutzuckerspiegel. Menschen mit Diabetes sollten Honig wie anderen Zucker in ihre Berechnung einbeziehen und im Zweifel ärztlichen Rat einholen.
Allergien: Wenn der Körper reagiert
Naturbelassener Honig enthält Pollen. Für die meisten Menschen ist das unbedenklich.
- Vorsicht bei Allergikern: Menschen mit starker Pollenallergie oder bekannter Allergie gegen Bienenprodukte oder Pollen sollten Honig vorsichtig testen.
- Symptome: Kribbeln im Mund, Hautrötungen oder Magenbeschwerden nach dem Verzehr sind mögliche Zeichen einer Reaktion. In diesem Fall Honig meiden und ärztlichen Rat einholen.
Honig ist ein Hausmittel, keine Medizin
Gerade in der Erkältungszeit gehört der warme Tee mit Honig für viele dazu — das Wärmeempfinden und das intensive Aroma werden als angenehm und wohltuend empfunden. Das ist ein schöner Teil der Genusskultur rund um Honig.
Honig ist ein Lebensmittel, kein Arzneimittel. Er ersetzt bei ernsthaften Erkrankungen, anhaltendem Fieber oder medizinischen Beschwerden keinesfalls eine ärztliche Behandlung.